Euskirchen / Afghanistan, 18. Oktober 2010 - Am Montag besuchte Gabriele Molitor die Mercator-Kaserne in Euskirchen. Hier traf sie sich mit General Walter Schmidt-Bleker, Soldaten und Mitarbeitern, um über ihren Afghanistan-Besuch in der vergangenen Woche zu berichten und sich über die Aufgaben des Geo-Informationsamtes der Bundeswehr zu informieren. „Die Mercator-Kaserne liefert unverzichtbare Dienstleistungen für die Einsätze der Bundeswehr. Sie stellen Kartenmaterial, Wetterdaten und Handbücher für den Einsatz vor Ort zur Verfügung. Damit haben sich die Euskirchener einen sehr guten Ruf in NATO-Kreisen und international erarbeitet. Darauf können sie zurecht stolz sein.“, sagte Molitor nach ihrem Besuch. „Mit der Unterstützung der Afghanen bei der Landvermessung und der Einführung des Katasterwesens wird der Wiederaufbau direkt gefördert. Auch Konflikte können dadurch befriedet werden.“

(v.l.) Amtschef General Walter Schmidt-Bleker, Gabriele Molitor, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Euskirchen Hans Reiff und der stellv. Amtschef Heinrich Liebing bei ihrem Treffen in der Mercator-Kaserne

Bei einer Afghanistan-Reise in der vergangenen Woche hatte Molitor u.a. den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai getroffen. Bei den Gesprächen wurde deutlich, dass die Regierung Afghanistans mit Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft das Land befrieden und wiederaufbauen wolle. Den Afghanen geht es vor allem um drei Ziele: Stabilisierung der Sicherheit des Landes, Ende der Korruption durch gute Regierungsarbeit und Förderung des Wiederaufbaus durch wirtschaftliche Entwicklung.

„Deshalb ist auch die Fortsetzung der deutschen Beteiligung an der UNO-Mission ISAF so wichtig.“, erklärte Molitor am Rande der Gespräche. „Durch einen vorzeitigen Rückzug wären alle bisherigen Bemühungen vergeblich gewesen.“ Dies wurde auch bei einem Besuch der deutschen Soldaten in Mazar-i-Sharif bestätigt. „Der Einsatz ist notwendig, um die positive Entwicklung im Land weiter voranzutreiben. Die Afghanen brauchen Zeit, um eine eigene Polizei und Armee aufzubauen.“, sagte Molitor.

Gabriele Molitor und die FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger (Mitte) bei Ihrem Besuch in Afghanistan

Bei ihrem Besuch gedachten Homburger und Molitor auch dem in der vergangenen Woche getöteten deutschen Soldaten sowie aller bisher hier umgekommenen Soldaten. „Der Deutsche Bundestag wird im nächsten Frühjahr über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr entscheiden. Als Bundestagsabgeordnete fühle ich mich gegenüber den Soldaten verantwortlich. Vor dieser bedeutsamen Abstimmung ist es wichtig, sich vor Ort ins Bild zu setzen – sowohl in Afghanistan als auch in Deutschland.“, stellte Molitor klar.