Bergheim, 9. August 2010 - „Wenn ich als Sozialpolitikerin eines weiß, dann dass Frühförderung mit zu den wichtigsten Maßnahmen im Sozialbereich gehört. Später ist es bei Erwachsenen sehr schwierig, Entwicklungsdefizite der Kindheit wieder auszugleichen. Oftmals sind sie aber Ursache für problematische Bildungsverläufe, die in fehlenden Schulabschlüsse münden und damit nicht selten Arbeitslosigkeit zur Konsequenz haben“, stellte Gabriele Molitor nach ihrem Besuch des Frühförderzentrums in Bergheim fest. Für umso wichtiger hält sie deshalb die Arbeit des von der Caritas getragenen Frühförderzentrums im Rhein-Erftkreis.Mit seinem Angebot wendet es sich an Eltern, die aus freien Stücken nach Unterstützung suchen, weil sie feststellen, dass mit ihrem Kind „etwas nicht stimmt“, erläuterte Dorothee Kamps-Wannegat, Sozialpädagogin und Leiterin der Einrichtung.

 

Gabriele Molitor mit der Leiterin des Frühförderzentrums Dorothee Kamps-Wannagat und dem Vorstandsmitglied des Caritasverbandes Rhein-Erft Heinz-Udo Assenmacher

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Caritas-Verbandes Rhein-Erft Hans-Udo Assenmacher sowie der Heilpädagogin Miriam Stransky stellten sie der behindertenpolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion ihre Arbeit vor. Eltern, die sich um die Entwicklung ihres Kindes sorgen, können sich telefonisch im Frühförderzentrum melden, um einen Termin für ein gemeinsames Gespräch zu vereinbaren. Bei einem ersten Treffen steht dann die Entwicklungsdiagnostik des Kindes im Vordergrund, die falls nötig, einen Förderplan nach sich zieht. Zu den Fördermöglichkeiten gehört dann die heilpädagogische Förderung durch die Mitarbeiter des Frühförderzentrums zu Hause oder im Kindergarten. Gruppenpädagogische Förderung mit der Zielrichtung Motorik, Wahrnehmung und Sprache hat eine besondere Bedeutung, weil hier Eltern mit ihren Kindern auf andere Eltern und Kinder stoßen und sich austauschen und gegenseitig unterstützen können.

Sprachtherapie, Ergotherapie und Krankengymnastik sind weitere Förderbausteine in der Angebotspalette des Frühförderzentrums, das einen engen Austausch mit den Kindertageseinrichtungen und Familienzentren vor Ort pflegt. Die Kosten der Förderung werden auf Antrag der Eltern vom Sozialhilfeträger übernommen. Die Kosten für Komplexleistung werden zwischen Krankenkasse und Sozialhilfeträger aufgeteilt.