Molitor besucht Kinderpalliativzentrum in Datteln
Datteln, 20 Juli 2010. Das weltweit erste Kinderpalliativzentrum wollte sich Gabriele Molitor einmal näher anschauen. Deshalb machte sie sich in einer sitzungsfreien Woche auf den Weg nach Datteln. In einem fast zweistündigen Gespräch informierte sie sich über die neue Einrichtung und ihre Gesprächspartner Prof. Dr. Boris Zernikow, Leiter der Klinik sowie Dr. Martina Klein standen ihr ausführlich Rede und Antwort.

In der Station Lichtblicke, die der Vestischen Kinder- und Jugendklinik angegliedert ist, werden Kinder und Jugendliche, die an einer lebenslimitierenden Krankheit leiden, und ihre Familien weit über medizinische Belange hinaus versorgt und betreut. Es gehört zum Konzept, die jungen Patienten und ihre Familien in ihrer schwierigen und unsicheren Lebenssituation umfassend und ganzheitlich zu unterstützen. „Das wird hier an jeder Ecke und in jedem Raum deutlich“, stellte Molitor bei ihrem Rundgang durch die Stationsräume fest, die bewusst so gar nicht an ein Krankenhaus erinnern sollen. Architektur, Möbilierung, Farb- und Lichtgestaltung sind sichtbare Zeichen für das, was hier an inhaltlicher Arbeit für die schwer und unheilbar erkrankten Kinder und Jugendlichen geleistet wird. Denn in der Kinderpalliativmedizin geht es darum, die Lebensqualität der jungen Patienten zu verbessern, ihre Schmerzen zu lindern und Symptome zu kontrollieren, damit die weitere Versorgung zu Hause stattfinden kann.
Kinder, Eltern und Geschwister bekommen während der Behandlung psychologische und seelsorgerische Unterstützung, um die schwierige Lebenssituation bewältigen zu können. „Der Besuch eines solchen Zentrums wie das Kinderpalliativzentrum macht Mut. Denn die hier arbeitenden Mediziner und Therapeuten stehen Menschen in äußerst schwierigen Lebenssituation bei und bieten mit Hilfe von Spenden und Sponsoren eine Versorgung, die seinesgleichen sucht“, erklärte Molitor.
