Berlin, 4. Mai 2010 - Zum morgigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen erklären die behindertenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Gabriele MOLITOR und der Menschenrechtsexperte der FDP-Bundestagsfraktion Pascal KOBER:

Behinderung darf nicht länger als Beeinträchtigung verstanden werden. Wir Liberalen wollen, dass jeder Einzelne gleichberechtigt und selbst bestimmt in einer Wertegemeinschaft leben kann. Menschen mit Behinderung sollen selbstverständlich mitten in der Gesellschaft leben und sich zugehörig fühlen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Konvention hat einen Perspektivwechsel eingeleitet, der durch den Begriff "Inklusion" gekennzeichnet wird: Nicht der behinderte Mensch hat sich auf die Bedingungen der Gesellschaft einzustellen, sondern die Gesellschaft muss dafür sorgen, dass Behinderung nicht zu einer Beeinträchtigung des Lebens wird. Der im Koalitionsvertrag vereinbarte Aktionsplan wird die Verwirklichung dieses Ziels entscheidend voranbringen.

Barrierefreiheit beginnt in den Köpfen. An vielen Orten sind Hindernisse schon aus dem Weg geräumt. Integrationsbetriebe und integrative Kindertagesstätten und Regelschulen, die auch für behinderte Schüler offen sind, zeigen, dass es viele gut funktionierende Beispiele gibt, die für alle eine Bereicherung sind.